Trinkmenge Baby

Ist das Baby geboren, braucht es zum Wachsen Milch. Doch wie viel muss ein Neugeborenes trinken, damit es gut zunimmt?
Die ersten Tage
Bei der Geburt fasst der Magen des Babys 5 bis 7 ml. Beim Stillen ist das die Menge Muttermilch, die das Baby mit jeder Mahlzeit erhält. In den ersten Tagen nimmt die Dehnbarkeit des Magens rasch zu. In den ersten Tagen nach der Geburt ist häufiges stillen oder Flasche geben, mit einer geringen Menge Milch notwendig. So kann sich der kleine Magen langsam an die steigenden Milchmengen gewöhnen. Am 3. Tag fasst der Magen 22 bis 27 ml Milch, am 10. Tag bereits 45 bis 60 ml. Wird das Baby größer, kräftiger und älter wächst der Magen mit. So steigt die Trinkmenge stetig an. Die Angaben erscheinen klein, im Hinblick auf die Größe des Magens sind sie genau richtig.

Die Größe des Magens

  • Tag 1 bis 3 – der Magen hat die Größe einer Haselnuss
  • Tag 4 bis 9 – der Magen hat die Größe eines Tischtennisballs
  • Tag 10 – der Magen hat die Größe eines mittelgroßen Hühnereis

Im Vergleich, der Magen eines Erwachsenen ist so groß wie eine Pampelmuse.

Trinkmenge Baby

Wie viel Muttermilch oder Pre Nahrung ein Baby zu sich nehmen muss, kann nicht pauschalisiert werden. Viel wichtiger ist es, auf die Bedürfnisse des Babys zu achten, die Hungerzeichen zu erkennen und die Gewichtszunahme zu kontrollieren. Daran lässt sich bestimmen, ob das Baby genügend Milch trinkt. Ein Füttern nach Tabellen ist veraltet und entspricht nicht mehr den Empfehlungen von Kinderärzten, Hebammen und Stillberaterinnen. Ob pro Mahlzeit 30 ml, 80 ml oder 200 ml getrunken werden, ist nicht relevant. Gerade stillenden Müttern ist nicht möglich, zu ermitteln wie viel Muttermilch pro Stillmahlzeit im Kind gelandet sind.

Berechnung Trinkmenge Baby

Einen kleinen Anhaltspunkt, wie hoch die Trinkmenge beim Säugling sein sollte, liefert die 1/6- Formel. Laut dieser sollte die Trinkmenge in 24 Stunden circa 1/6 des Körpergewichts betragen. Die Menge pro Mahlzeiten spielt dabei keine Rolle.

Beispielrechnung: 3300 g (Gewicht Baby) / 6 = 550 ml (pro 24 h)

Füttern nach Bedarf
Ein gesundes, reifgeborenes Baby kommt mit ausgeprägten Instinkten auf die Welt. Diese sichern die ausreichende Zufuhr von Nahrung. In der Regel verlangt ein Säugling in den ersten Tagen und Wochen regelmäßig, alle 1,5 bis 2 Stunden nach Milch. Aber auch Abstände von 30 Minuten bis zu 4 Stunden sind normal. Gerade in Wachstums- und Entwicklungsschüben können die Abstände kleiner sein, in ruhigen Phasen größer. Das wird sich im Laufe des ersten Lebensjahrs häufig ändern.

Woran erkennst du, dass dein Baby genügend trinkt?
Es gibt klare Indikatoren, die zeigen, dass dein Baby genügend Milch bekommt. Der wichtigste Faktor dabei ist die stetige Gewichtszunahme. Gedeiht dein Kind auf seiner Perzentile, kannst du dir sicher sein, dass es genügend trinkt. Auch die Ausscheidungen geben Aufschluss darüber, ob ausreichend Milch im Magen landet. 5 bis 7 spürbar nasse Windeln in 24 Stunden sind optimal. Ist die Haut rosig und straff und dein Baby munter, aktiv und neugierig bekommt es genügend Nahrung.

Trinkmenge Säugling beim Stillen
Beim Stillen kann nicht gesagt werden, wie viel Milliliter das Baby getrunken hat. Zwar können Stillproben (wiegen vor und nach dem stillen) einen Anhaltspunkt darüber liefern, genaue Werte sind aber nicht möglich. Da Muttermilch leicht verdaulich ist und fast gänzlich verwertet wird, trinken Stillkinder in der Regel häufiger als Flaschenkinder. In der Wochenbettzeit sollten Mutter und Kind auf 8 bis 12 Stillmahlzeiten in 24 Stunden kommen. Danach pendelt sich das Stillen ein und ein regelmäßiger Rhythmus entsteht von selbst.

Trinkmenge Säugling bei Flaschennahrung
Ist es der Mutter nicht möglich zu stillen, ist Muttermilchersatznahrung in Form von Pre oder 1. Milch die beste Alternative. Bei der Zubereitung muss penibel auf die Gebrauchshinweise geachtet werden. Es ist nicht zu empfehlen die Milch mit zusätzlichem Wasser zu strecken oder mehr Milchpulver als angegeben zu verwenden. Die aufgelisteten Trinkmengen sind Herstellerempfehlungen und keine zwingend einzuhaltenden Richtwerte. Auch bei Ersatznahrung gilt das Füttern nach Bedarf. Auf Dauer sollte dein Baby nur nicht mehr als 1 Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen, Nierenschäden können die Folge sein. Bist du dir wegen der Trinkmenge unsicher, sind Kinderärzte und Hebammen die ersten Ansprechpartner für dich.