Toilettentraining mit Kindern:

Wie du deinen Liebling beim trocken werden unterstützen kannst

Wenn du zum ersten Mal Mama oder Papa geworden bist, dann stehst du der Herausforderung der Kindeserziehung mit anderen Gedanken gegenüber als Eltern, die das schon mehrmals erlebt haben. Dennoch handelt es sich dabei um eine freudige Aufgabe, an der du nur wachsen kannst. Im Zuge dessen gibt es aber durchaus vieles zu beachten und natürlich ist vollkommen klar, dass du das Beste für deinen kleinen Liebling möchtest und versuchst so viele Fehler wie möglich zu vermeiden. In diesem Artikel soll es darum gehen, wie du dein Baby dabei unterstützen kannst trocken zu werden.

Zu Beginn sei gesagt, einen festen Zeitpunkt, wann ein Baby nicht mehr in die Windeln macht, gibt es nicht. Diese Entscheidung liegt meistens beim Kind selbst. Bevor du im Verlauf dieses Ratgebers erfährst, wie du dein Kind mit gezieltem, aber spielerischem Toilettentraining dabei unterstützen kannst, selbstständiger zu werden, sei dir noch mit auf den Weg gegeben, dass du mit diesem Training keineswegs zu früh anfangen solltest. Dein Baby sollte schon in der Lage sein, sich auf den eigenen Beinen zu halten. Wenn möglich, sollte es sogar schon ein paar Schritte gehen können. Was es sonst noch zu beachten gilt, erfährst du, wenn du weiterliest.

Ist Toilettentraining überhaupt notwendig?

Über diese Frage diskutieren Experten und Eltern gleichermaßen. Noch vor einigen Jahren ging man davon aus, dass die Sauberkeitserziehung, die durch die Eltern erfolgt, zwingend notwendig ist, um das Kind trocken zu bekommen. Mittlerweile hat sich das allerdings grundlegend gewandelt. Inzwischen wurde erkannt, dass es die Kinder sein sollten und auch sind, die Eigeninitiative ergreifen. Wer versucht sein Kind dazu zu zwingen, steht der Erziehung sogar im Wege oder hält sie mitunter auf.

Toilettentraining mit Kindern: Den richtigen Zeitpunkt wählen

Der richtige Zeitpunkt, wann mit einem Toilettentraining für Kinder begonnen werden sollte, lässt sich nicht anhand eines Alters festlegen. Vielmehr solltest du darauf achten, ob dein Baby bereits in der Lage ist, Blase und Darm selbst zu kontrollieren. Dazu ist eine entsprechende Reife des Gehirns notwendig. Erst ab diesem Punkt merkt das Kind überhaupt, dass sich Blase und Darm entleeren, und es kann Schritt für Schritt Kontrolle über den Schließmuskel und die Blase gewinnen.

Die Erfahrung zeigt, dass der Zeitpunkt sehr unterschiedlich liegt. Während einige Kinder damit schon zwischen dem 12. und dem 18. Lebensmonat beginnen, dauert es bei vielen Kindern doch länger. Diese nehmen erst zwischen dem 18. und dem 36. Lebensmonat wahr, was da eigentlich passiert. Vorher sei dir auf jeden Fall abgeraten mit einem Toilettentraining zu beginnen. Was diesen Punkt angeht, kannst du deinem Kind auch nicht helfen. Höchstens damit, dass du geduldig bist. Jedes Kind reift genauso individuell, wie es sich entwickelt.

Die Eigeninitiative des Kindes erkennen

Ob dein Kind nun körperlich bereit ist, den Gang zur Toilette beziehungsweise zum Töpfchen zu üben, kannst du vor allem an seinem Verhalten erkennen. So solltest du auf die Mimik und Körperhaltung achten. Erkenntnis dein Liebling, dass Blase oder Darm entleert werden müssen, können Änderungen der Mimik oder des Körperverhaltens die Folge sein. Manche Kinder verziehen dann zum Beispiel das Gesicht.

Die Zeit, wo dein Kind trocken werden kann, ist üblicher Weise auch die Zeit, wo dein Kind die Sprache für sich entdeckt. So kann es auch sein, dass dich dein Kind mit Worten darauf hinweist, dass etwas in die Windel gegangen ist. Kinder entdecken ihre Welt anfänglich vor allem dadurch, dass sie dich beobachten. Sie bekommen also auch mit, wenn du die Toilette aufsuchst. Solltest du feststellen, dass dein Kind sich plötzlich für die Toilette interessiert, könnte das auch ein Zeichen dafür sein, dass du mit dem Training beginnen kannst.

Andere Kinder ziehen sich an einen stillen Ort im Raum, etwa in eine Ecke in den Flur zurück, um dort ihre Windel voll zu machen. Wenn Kleinkinder anfangen eine bewusste Abneigung gegen ihre volle Windel zu entwickeln, spricht das ebenfalls für das Verlangen, den Darm etwas eigenständiger zu entleeren.

Tipps für das Toilettentraining mit Kindern

Zuerst soll klargestellt werden, dass es sich beim Toilettentraining keineswegs um eine erzieherische Maßnahme handeln darf. Du solltest deinem Baby auf spielerische Art und Weise, aber auf keinen Fall durch Zwang beibringen, dass es noch etwas anderes als die Windel für das tägliche Geschäft gibt. Kinder lernen viel durch Nachahmung. Deshalb solltest du wie in vielen anderen Dingen auch ein Vorbild für dein Kind sein. Schließe also die Toilettentür nicht immer und lass dein Kind ruhig mal sehen, was du da so machst. Unterstützen kannst du deinen kleinen Liebling auch beim trocken werden, indem du ihm beibringst, dass er äußert, wenn er mal muss. Du solltest daraufhin immer die Windel wechseln, damit dein Kind auch weiß, dass du seine Bedürfnisse ernst nimmst.

Nicht jedes Kind geht gerne auf den Topf. Kaufe also nicht nur das klassische Töpfchen, sondern setze auch auf einen Toilettensitz mit entsprechendem Schemel für die Füße. Der Schemel oder Hocker wird unbedingt benötigt, damit das Kind auf dem Toilettensitz auch stabil sitzt und sich nicht unnötig verletzt.

Manchmal neigen Kinder auch zu Fehleinschätzungen. So kann es zum Beispiel passieren, dass dein Kind dir zu spät sagt, dass es mal auf die Toilette muss. Genauso kann es sein, dass es nur denkt, dass Blase oder Darm drücken. Wenn sowas passiert, sei freundlich und nachsichtig mit deinem Kleinen. Schließlich muss es das noch lernen. Du solltest die gute Absicht loben und keine Strafe aussprechen. Achte zudem darauf, dass dein Kind bequem gekleidet ist. Eine Hose mit einem breiten Bund unterstützt es dabei, dass es sich eigenständig auskleiden kann, wenn es die Toilette oder den Topf benutzen möchte. Zu guter Letzt sei dir doch empfohlen, dass du dein Kind nicht unter Druck setzen solltest. Manche Kinder lernen langsamer als andere und brauche mehr Zeit, bis sie bereit sind, den Gang zur Toilette zu wagen.

Bleibe also immer voller Hoffnung, wenn du deinen kleinen Liebling bei diesem Vorhaben unterstützt, es ist doch sehr sicher, dass dein Kind, das genauso schaffen wird, wie schon viele andere Kinder zuvor und auch danach.

 

Genutzte Quellen:

https://www.9monate.de/leben-familie/kindererziehung/trockenwerden-toilettentraining-id94001.html

https://www.swissmom.ch/kind/praktisches/koerperpflege-und-schlafen/ratkindwindel/tipps-fuers-toilettentraining/

https://www.praxisvita.de/toilettentraining-wann-ist-es-zeit-fuers-toepfchen-7621.html