Brauche ich eine Hebamme?

Wenn du gerade dein erstes Kind erwartest, dann machen sich viele Gefühle in dir breit. Du möchtest alles richtig machen, um dem Nachwuchs einen guten Start ins Leben zu bereiten. Natürlich gibt es im Zuge dessen vieles zu beachten und viele Fragen zu beantworten. Damit du damit nicht allein dastehst, solltest du auf kompetente Unterstützung bauen. Das gilt übrigens nicht nur für alle, die zum ersten Mal Eltern werden. Auch Mütter und Väter, die schon mehrere Kinder haben, freuen sich, wenn sie auf hilfreiche Unterstützung zurückgreifen könnten. So kannst du dich während und nach der Schwangerschaft von einer Hebamme begleiten lassen. Diese beantwortet dir alle Fragen, die dir so in den Sinn kommen. Sie kann dich beruhigen und dir die Nervosität nehmen, die du sicher am Anfang noch verspürst. Fehler können dir mit deinem kleinen Liebling zwar dann immer noch passieren, du gehst aber durchaus ruhiger an das Ganze heran.

Der folgende Ratgeber soll dir verständlich machen, warum es für dich und deine kleine Familie sinnvoll sein kann, eine Hebamme zurate zu ziehen. Des Weiteren erfährst du, welche Aufgaben die Hebamme übernimmt und was sie im Einzelnen für dich tun kann. Natürlich sollen auch die Kosten, mit denen du bei der Inanspruchnahme einer freiberuflichen Hebamme rechnen musst, nicht verschwiegen werden. Diesbezüglich aber die gute Nachricht vorweg: In den meisten Fällen werden diese von der Krankenkasse übernommen.

Die Aufgaben einer Hebamme im Überblick

Eine Hebamme für die Schwangerenbetreuung und natürlich auch für die Geburt zur Hilfe zu holen, ist kein neuer Trend, sondern schon viele Jahrhunderte alt. Im Laufe dieser Zeit hat sich jedoch das Aufgabenspektrum von Hebammen merklich erweitert. So bringen Hebammen ihr Wissen und Können ein, um besonders junge Mütter zu unterstützen. Hebammen betreuen werdende Mütter während der gesamten Schwangerschaft, was in medizinischen Kreisen als Schwangerenvorsorge bezeichnet wird. Dann leisten Hebammen Geburts- und Wochenbetthilfe. Aber auch nach der Geburt musst du auf die hilfreichen Dienste einer qualifizierten Hebamme nicht verzichten. Denn vor allem bei der Säuglingsversorgung können sich Fehler einschleichen, die du unbedingt vermeiden solltest. Die Hebamme berät dich also auch noch nach der Geburt und zeigt dir, wie du dich am besten um deinen Nachwuchs kümmerst – eine Stillberatung inbegriffen.

Wie dir eine Hebamme während der Schwangerschaft helfen kann

Die Befugnisse von Hebammen sind bereits während der Schwangerschaft weitreichend. Sie stehen werdenden Müttern und Vätern nicht nur beratend zur Seite. Sie sind zudem berechtigt, die Schwangerschaft festzustellen und dürfen dir auch deinen Mutterpass ausstellen. Solltest du eine gesunde Mutter sein und nicht zu irgendeiner Risikogruppe gehören, dann kannst du alle notwendigen Untersuchungen, die dir und deinem ungeborenen Kind zustehen, von der Hebamme durchführen lassen. Nur für die regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen musst du einen Arzt aufsuchen.

Viele werdende Mütter leiden in der Schwangerschaft unter verschiedenen Beschwerden, die aber ganz normal sind. Auch hier kannst du dich von der Hebamme deines Vertrauens professionell beraten lassen. Wenn du nicht nur mental, sondern auch körperlich auf die Geburt und das Eltern-Sein vorbereitet sein möchtest, hilft dir die Hebamme auch bei der Schwangerschaftsgymnastik weiter. Es gibt eigentlich nichts, was die Hebamme im Rahmen der Schwangerschaft nicht für dich tun kann. Du und der andere Teil werden bestmöglich auf die Geburt vorbeitretet, was auch die Wahl des Geburtsortes und die jeweilige Geburtsmethode beinhaltet.

So begleitet dich die Hebamme während und nach der Geburt

Wenn die Schwangerschaft ohne Komplikationen verläuft, ist die Hebamme dazu berechtigt, die Geburt selbstständig zu überwachen. Sie sorgt und kümmert sich dabei nicht nur um den Gesundheitszustand des Kindes, sondern natürlich auch um den der werdenden Mutter. Nur wenn weitere Hilfe von Nöten ist, konsultiert die Hebamme einen Arzt. Hast du es als Mutter erst einmal geschafft, kümmert sich die Hebamme um die Erstversorgung des neuen Familienmitgliedes. Atmung, Körperfunktionen und Aussehen werden kontrolliert. Nach der Geburt kommt die Hebamme die junge Familie regelmäßig besuchen. Sie klärt, ob es medizinische Beschwerden wie beispielsweise Nachwehen oder andere Komplikationen zu versorgen gibt. Sie ist aber auch eine mentale Stütze. Sie berät dich beim Stillen und gibt dir Tipps für die anfängliche Versorgung, die vor allem junge Mütter schon einmal überfordern kann. Mit einer kompetenten Hebamme an deiner Seite hast du zwar immer noch genauso viel Verantwortung für den Säugling, du fühlst dich aber nicht allein gelassen und findest immer einen Rat, wenn du diesen brauchen solltest.

Was du sonst noch wissen musst

Wenn du gesetzlich krankenversichert bist, dann hast du einen Anspruch auf die Hilfe einer Hebamme. Über die Kosten einigst du dich mit der Hebamme und gemeinsam reicht ihr dann einen Kostenvoranschlag bei der zuständigen Krankenkasse ein. Die Kosten werden in den meisten Fällen komplett durch die Krankenkasse getragen. So werden beispielsweise Kosten für die Beratung während der Schwangerschaft übernommen. Aber auch Vorsorgeuntersuchungen, die nicht von einem Arzt durchgeführt werden, zählen zum Leistungsanspruch. Weitere Punkte, die ebenfalls unter die Kostenübernahme fallen, sind Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden, Geburtsvorbereitung allein oder in der Gruppe, Betreuung bei der Geburt, die Wochenbettbetreuung sowie Unterstützung bei der Gebärmutterrückbildung oder beim Stillen. Auch privat krankenversicherte Frauen haben einen Anspruch auf die Unterstützung durch eine Hebamme. Allerdings sollte man sich hier genau über die Art der Hilfeleistungen sicher sein, da hier nur die Kosten übernommen werden, die auch Bestandteil des Vertrages sind.

Die richtige Hebamme finden

Wenn du gelassener während und nach der Schwangerschaft sein möchtest, solltest du nicht zögern, dir eine vertrauenswürdige Hebamme zu suchen. Finden kannst du sie auf verschiedene Art und Weise. So kannst du dich zum Beispiel von deiner behandelnden Frauenärztin beraten lassen. Es gibt zudem Hebammen-Verbände und Netzwerke, die die Adressen von freiberuflich tätigen Hebammen für dich bereithalten. Auch online kannst du dich auf die Suche begeben. Hier kannst du die Webseite deiner gesetzlichen Krankenkasse aufsuchen. Dort findest du ein Hebammen-Verzeichnis und siehst, welche Fachkräfte ihre Dienste in deiner Nähe anbieten.

 

Quelle:

https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/schwangerschaftsvorsorge/hebamme/